Alles im Lot.

14Nov09

Die gefürchtete zweite Woche ist fast rum, und ich habe sie problemlos überstanden. Heute hatte ich kurzfristig Sorge, ich bekäme meinen Plot nicht in den Griff, aber nach einigen Stunden Nachdenken ist jetzt alles klar.
Die Struktur steht, die Auflösung oder vielmehr das Ende ist schon recht klar, und vor allem steht der Antagonist. Der Gegenspieler will nun weiter gefüttert werden.


Die gefürchtete zweite Woche hat begonnen. Den Motivations-Mails nach, die man vom NaNoWriMo bekommt, ist die zweite Woche die schwerste. Bei mir bisher nicht. Gestern habe ich den Rückstand vom Samstag eingeholt und über 3000 Wörter geschafft. Heute morgen schon 1000 in nur einer Stunde. Es flutscht gerade.
Der Plot ist immer noch nicht perfekt, an einigen Stellen wird noch geschraubt, aber es wird. Nur wie, das weiß ich noch nicht so genau.


Gestern ging’s nur mühsam voran.
Die Stimmungsschwankungen sind beträchtlich, alle 15 Minuten kann sich das Gefühl komplett ändern. Manchmal fühlt es sich an, als müsste ich nur die Struktur freilegen, wie die Zahlen bei einem Rubbelllos. Die ganze Geschichte steht schon, ich muss nur noch Archäologe spielen und die einzelnen Teile freilegen – und sie natürlich wieder richtig zusammensetzen, ganz ohne Anspruch ist die Aufgabe nicht.
Dann wieder habe ich das Gefühl, die Handlung entgleitet mir völlig. Werfe nur einzelne Fragmente in den Sand, die ohne Zusammenhang sind und aus völlig verschiedenen Zeiten stammen.
Aber heute war es wieder sehr schön: Wollte nur eine Szene skizzieren, damit ich sie nicht vergesse. Und plötzlich latscht meine Hauptfigur da einfach in das Haus rein, und entdeckt spannende Sachen. Hat richtig Spaß gemacht, bin gespannt, wie es weitergeht.


Jetzt ist es erst vier Uhr Nachmittags, und das selbst gesteckte Tagesziel von 2.000 Wörtern pro Tag ist erreicht. Die ersten zwei Tage liefen gut, das Schreiben macht richtig Spaß. Es ist, wie ein gutes Buch zu lesen. Ich will immer weiter machen, weil ich gespannt bin, wie es weiter geht im Roman.
Der genaue Ablauf ist aber leider noch immer nicht klar. Ich bastle noch an einigen Details im Plot und kämpfe mit dem Anfang des Romans. Er sollte eigentlich mit einer Rückblende starten, aber die Szene gefällt mir so nicht als Anfang. Sie funktioniert zwar, aber für den Anfang kann ich sie so noch nicht brauchen.
Gut, aber erstmal weiter machen. Muss nur immer sehen, dass genug Stoff da ist zum Schreiben für den Tag. Soweit muss der Plot dann immer stehen. Wobei ich schon hoffe, dass der Plot in ein, zwei Wochen auch im Detail ausgearbeitet ist.
Das Schreiben fühlt sich derzeit so an wie mit einer Eisenbahn zu fahren, vor die ich immer gerade das nächste Stück Schiene lege, damit sie weiterfahren kann.


Plot steht.

31Okt09

Geht doch. Morgen geht’s los, und der Plot steht endlich. Hatte schon große Sorge. Aber heute morgen im Bett wurde mir endlich klar, was in dem Roman passiert. Sehr beruhigend. Die genaue Handlung ist zwar noch nicht entwickelt, aber die Hauptcharaktere leben, einige Szenen sind schon in meinem Kopf, viele Orte – und die Stimmung war mir sowieso von Anfang an klar. Fühle mich gewappnet.
Manchmal kommt tatsächlich etwas raus, wenn man nicht schlafen kann und seit 6 Uhr morgens im Bett liegt und die Zimmerdecke ansieht.


3 Tage noch.

29Okt09

In drei Tagen startet er offiziell, der National Novel Writing Month. Komisch, so ein festgelegtes Datum zu haben, um loslegen zu dürfen, und um loslegen zu müssen. Eine seltsame Mischung aus Abwarten und Nervosität.

Ob es eine gute Idee ist, gleichzeitig ein Blog zu starten, wird sich zeigen. Verleitet dazu, sich ablenken zu lassen. „Lieber erstmal einen Blogeintrag schreiben, dann mache ich am Roman weiter…“


Und jetzt?

24Okt09

Okay, jetzt bin ich drin. Und was kommt jetzt? An Ideen mangelt es nicht. Nur an der Entscheidung. An der Entscheidung, am Entschluss, eine von den schönen Ideen zu nehmen und sie der Gefahr der Umsetzung auszusetzen. Sie auf dem Altar des Schreibens zu opfern. Es könnte sein, dass sie dadurch unbrauchbar wird. Dass sie so beschädigt wird, dass man sie nicht mehr für ein zukünftiges Projekt gebrauchen kann.

Die arme Idee. Welche soll ich diesem harten Schicksal unterwerfen?


Als ich geboren wurde, saß ich vor dem Rechner. Es war drei Uhr nachts, ungefähr. Mit dem Klick auf „submit“ ging es los. Damit begann alles am 23.10.2009.